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aus dem Freibad

Das Freibad über der Elz wird attraktiver – mit Einschränkungen

06.07.2016

Vorstellung der Umfrage zur Sanierung

Das Emmendinger Freibad wird umfassend saniert, erweitert und um einige Attraktionen reicher – darauf einigte sich der Emmendinger Gemeinderat am vergangenen Dienstag. Das deutliche Ergebnis der von den Stadtwerken durchgeführten Bürgerbefragung wurde allerdings in Teilen ignoriert.

Das in die Jahre gekommene Freibad über der Elz wird nicht nur umfassend saniert, es wird auch um einige Attraktionen reicher. Der Emmendinger Gemeinderat entschied sich vergangen Dienstag, nach anfänglicher Diskussion und zwei Stimmgängen, für die leicht abgespeckte Variante der Attraktivitätssteigerung, die die Vorgaben „Charme des Familienbades erhalten“ und „weiteren Rückgang der Besucherzahlen verhindern“ zu erfüllen vermag. Die Mehrheit des Gemeinderates folgt damit weitgehend dem Ergebnis einer erneuten Bürgerbefragung der Stadtwerke Emmendingen, die das Freibad seit 2015 betreiben.

Die sogenannte Variante Attraktivitätssteigerung sieht neben der erforderlichen Sanierung der Technik und der Gebäude, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, den Neubau eines gesonderten Springerbeckens samt Sprunganlage, sowie eine Breitwellenrutsche mit getrenntem Landebecken vor. Auch das Nichtschwimmerbecken wird um zusätzliche Attraktionen für Kinder ergänzt – Blubber, Schaukelbucht, Wasserschleier und Wassertunnel sorgen künftig für noch mehr Badespaß. Die Baukosten werden auf insgesamt 6,7 Millionen Euro geschätzt.

Keine Mehrheit im Gemeinderat fand der von den Bürgern ebenfalls geforderte Ruhe- und Wellnessbereich der mit Massagedüsen, Sprudelliegen, Schwallduschen und einem Strömungskanal das Freibad über der Elz deutlich vom Angebot der umliegenden Bäder abgehoben hätte. Stadtwerke-Chef Karl-Heinrich Jung bekräftigte nochmals, dass es nicht darum gehe, das beliebte Freibad zum Spaßbad umzurüsten, zumal die Möglichkeiten den Bürgerwünschen zu folgen, schon aus Platzgründen beschränkt sind. Jedoch besteht angesichts sinkender Besucherzahlen Handlungsbedarf: „Wir müssen an die Zukunft denken“. Doch im Gemeinderat gab es deutliche Widerstände. Kritische Stimmen sahen darin die Möglichkeiten der Schwimmer weiter einschränkt.

Eine erste Abstimmung für die Variante der Attraktivitätssteigerung ohne Abstriche, für die Oberbürgermeister Stefan Schlatterer plädierte, wurde mit elf Ja- und 13 Nein-Stimmen abgelehnt. Im zweiten Stimmgang – ohne den Wellnessbereich – wurden die Erweiterungspläne bei 13 Ja-Stimmen, vier Gegenstimmen und sieben Enthaltungen schließlich akzeptiert. Wahrlich keine Ruhmesstunde für den Emmendinger Gemeinderat der damit gleich zwei Bürgerbefragungen in Teilen ignoriert.

Lob erhielten die Stadtwerke (vor der Abstimmung der Gemeinderäte) für die breite Beteiligung der Bürger. In der zweiten von den Stadtwerken durchgeführten Befragung hatten sich die Bürger eindeutig für mehr Attraktivität ausgesprochen. Von knapp 1000 Teilnehmern wählten 86,3 Prozent die Variante Attraktivitätssteigerung. Nur 13,7 Prozent entschieden sich für die reine Bestandssanierung. „Ein eindeutiges Ergebnis“, so Karl-Heinrich Jung, der im Abstimmungsergebnis des Gemeinderates eine „verpasste Chance für Emmendingen“ sieht, sich durch ein attraktives Freibad abzuheben und wieder mehr Besucher anzuziehen.


Vorstellung der Sanierungspläne: Stadtwerke starten zweite Bürgerbefragung

19.05.2016

Vorstellung der Sanierungspläne

30 Jahre nach der letzten Sanierung wollen die Stadtwerke Emmendingen das Freibad über der Elz den Wünschen der Besucher anpassen und bitten bis zum 19. Juni um die Meinung der Bürger. Die Sanierungspläne können ab sofort im Freibad und bei der Emmendinger Leistungsschau am 18. und 19. Juni 2016 besichtigt werden.

Als „frisch gebackener“ Schwimmbadbetreiber mit Sanierungsauftrag haben die Stadtwerke Emmendingen zum Ende der Badesaison 2015 die Meinung der Besucher in Erfahrung gebracht. In einer Kundenbefragung konnten die Besucher und alle interessierten Bürger ihre Erfahrungen und ihre Wünsche für die anstehende Sanierung des Emmendinger Freibades über der Elz äußern.

Über 1.000 Umfrage-Teilnehmer allen Alters, vom Gelegenheitsbesucher bis zum Stammgast, konnten die Stadtwerke verzeichnen. Auf deren Wunschliste standen ein separates Sprungbecken und modernere Sanitäranlagen, gefolgt von einem Becken für Schwimmer und einem Ruhebereich mit Massagedüsen. Doch vor allem bekam das Freibad beste Noten für seine Kinder- und Familienfreundlichkeit und das zuvorkommende Personal.

Aus den Ergebnissen der Befragung haben die Stadtwerke Emmendingen nun zwei Sanierungs-konzepte erarbeitet, die am 19. Mai von Stadtwerke-Geschäftsführer Karl-Heinrich Jung und den Schwimmmeistern im Freibad über der Elz vorgestellt wurden. Nach einem kurzen Abriss der Freibad-Historie – die letzte Sanierung fand im Jahr 1984 statt – stellte Jung die beiden Sanierungsvarianten im Detail vor.

„Den Charme des Familienbades erhalten und die Attraktivität steigern“
Bei der sogenannten Variante 0 handelt es sich um eine Bestandssanierung. Alle vorhandenen Becken bleiben in ihrer Form und Nutzung unverändert, werden jedoch grundlegend modernisiert und um barrierefreie Zugänge erweitert. Das Nichtschwimmerbecken erhält eine neue 3-fach-Rutsche und ersetzt damit die Bestehende, deren Zulassung durch den TÜV in einigen Jahren ausläuft. An der vorhandenen Gebäudehülle findet keine sichtbare Veränderung statt, auf dem Dach und im Inneren wird erneuert: Neue Absorbermatten auf dem Dach, neue Sanitäreinrichtungen mit Warmduschen und neue technische Anlagen (Pumpen, Gebläse, Kompressoren, Elektronik, Analytik, Desinfektion und Verrohrung). Die nostalgischen, jedoch vom Holzwurm befallenen Holzböden und Umkleidekabinen werden nach Vorgaben des Denkmalamtes nachgebaut.

„Die Variante 1 ist das Ergebnis mehrerer Abstimmungsrunden mit den Planern und Schwimmmeistern, sowie einer Besichtigungsrunde in einigen umliegenden Bädern“, berichtet Karl-Heinrich Jung über den Entwicklungsprozess der zweiten Variante. Die Vorgabe „den Charme des Familienbades zu erhalten und die Attraktivität zu steigern“ sei mit dieser Variante, mit vertretbaren Mehrkosten, gelungen.

In Variante 1 soll das Schwimmerbecken zu einem Mehrzweckbecken umgebaut werden, ergänzt um einen Wellnessbereich mit Massage-Düsen, Sprudelliegen, Schwallduschen sowie einem Strömungskanal. Für die Schwimmer sind vier 50-Meter- und drei 25-Meter-Bahnen vorgesehen. Das Nichtschwimmerbecken wird wie in der Variante 0 beschrieben saniert, soll aber zusätzliche Attraktionen für Kinder erhalten – Blubber, Schaukelbucht, Wasserschleier und Wassertunnel. Als zusätzliche Einrichtung ist die vielfach gewünschte Breitwellenrutsche mit getrenntem Landebecken geplant. Außerdem ein zusätzliches Springerbecken mit 1-Meter-Brett sowie 3- und 5-Meter-Plattform. Durch die Erweiterungen der Beckenlandschaft wird der Technik-Anbau ca. 50 m² größer, sonst gibt es am Gebäude keine Änderung gegenüber der Variante 0.

In beiden Varianten wird der komplette Bereich um die Becken, einschließlich der Grünanlage zwischen Gebäude und Gehweg, neu gestaltet. Vor dem Gebäude werden die Fahrradabstell-möglichkeiten erweitert.

Die Meinung der Badbesucher und Bürger ist gefragt
Der Beschluss zur Freibad-Sanierung soll am 28. Juni 2016 in öffentlicher Sitzung im Stadtrat gefasst werden. Zuvor bitten die Stadtwerke um die Meinung der Badbesucher und Bürger. Die Sanierungspläne können ab sofort im Freibad und am Stand der Stadtwerke bei der Emmendinger Leistungsschau am 18. und 19. Juni 2016 besichtigt werden. Teilnahmekarten für Lob, Anregungen und Kritik können vor Ort ausgefüllt werden. Unter allen Teilnehmern verlosen die Stadtwerke wieder drei Freibad-Jahreskarten.


Saisonstart am 5. Mai

17.04.2016

Saisonstart im Freibad

Am 5. Mai 2016 startet die zweite Badesaison im Freibad über der Elz unter Regie der Stadtwerke. Jahres- und Zehnerkarten sind bereits im Kundencenter der Stadtwerke erhältlich.

Die letztjährige Badesaison im Freibad über der Elz war die erste unter Regie der Stadtwerke Emmendingen. Die Stadt hatte das Freibad den Stadtwerken übertragen, weil Sanierungen in Millionenhöhe anstehen, die der städtische Haushalt nicht zu tragen vermag.

In ihrem ersten Jahr als Freibadbetreiber haben die Stadtwerke schon einiges getan. Die Erwärmung des Beckenwassers wurde energetisch optimiert: Neben den bereits vorhandenen Absorbermatten zog in der Heizzentrale ein mobiles Blockheizkraftwerk ein. Auch eine Umfrage unter den Schwimmbadbesuchern wurde durchgeführt. Überaus positives Feedback war das Ergebnis – die Emmendinger lieben ihr denkmalgeschütztes Bad mit nostalgischem Charme. Doch auch eine lange Liste mit Anregungen und Wünschen lag nach Auswertung der über 1.000 Teilnahmekarten vor. Diese fließen derzeit in ein umfassendes Sanierungskonzept ein, das im Juni im Gemeinderat vorgestellt wird.

Doch zunächst wird am 5. Mai 2016 mit kostenlosem Eintritt ins Freibad über der Elz die Badesaison 2016 eingeläutet. Geöffnet wird das Freibad pünktlich um 8 Uhr. Die aktuellen Wassertemperaturen der Becken sind ab sofort auf der neuen Website des Freibades, unter www.freibad-em.de, zu finden. Jahres- und Zehnerkarten sind bereits im Kundencenter der Stadtwerke erhältlich. Die Eintrittspreise im Freibad über der Elz bleiben in der Badesaison 2016 unverändert günstig.

Ein gebührenfreier Parkplatz steht direkt am Freibad zur Verfügung. Zu Fuß ist das Freibad über der Elz in nur 10 Minuten vom Bahnhof zu erreichen.