Vorstellung der Sanierungspläne: Stadtwerke starten zweite Bürgerbefragung

Stadtwerke starten zweite Bürgerbefragung

30 Jahre nach der letzten Sanierung wollen die Stadtwerke Emmendingen das Freibad über der Elz den Wünschen der Besucher anpassen und bitten bis zum 19. Juni um die Meinung der Bürger. Die Sanierungspläne können ab sofort im Freibad und bei der Emmendinger Leistungsschau am 18. und 19. Juni 2016 besichtigt werden.

Als „frisch gebackener“ Schwimmbadbetreiber mit Sanierungsauftrag haben die Stadtwerke Emmendingen zum Ende der Badesaison 2015 die Meinung der Besucher in Erfahrung gebracht. In einer Kundenbefragung konnten die Besucher und alle interessierten Bürger ihre Erfahrungen und ihre Wünsche für die anstehende Sanierung des Emmendinger Freibades über der Elz äußern.

Über 1.000 Umfrage-Teilnehmer allen Alters, vom Gelegenheitsbesucher bis zum Stammgast, konnten die Stadtwerke verzeichnen. Auf deren Wunschliste standen ein separates Sprungbecken und modernere Sanitäranlagen, gefolgt von einem Becken für Schwimmer und einem Ruhebereich mit Massagedüsen. Doch vor allem bekam das Freibad beste Noten für seine Kinder- und Familienfreundlichkeit und das zuvorkommende Personal.

Aus den Ergebnissen der Befragung haben die Stadtwerke Emmendingen nun zwei Sanierungs-konzepte erarbeitet, die am 19. Mai von Stadtwerke-Geschäftsführer Karl-Heinrich Jung und den Schwimmmeistern im Freibad über der Elz vorgestellt wurden. Nach einem kurzen Abriss der Freibad-Historie – die letzte Sanierung fand im Jahr 1984 statt – stellte Jung die beiden Sanierungsvarianten im Detail vor.

„Den Charme des Familienbades erhalten und die Attraktivität steigern“

Bei der sogenannten Variante 0 handelt es sich um eine Bestandssanierung. Alle vorhandenen Becken bleiben in ihrer Form und Nutzung unverändert, werden jedoch grundlegend modernisiert und um barrierefreie Zugänge erweitert. Das Nichtschwimmerbecken erhält eine neue 3-fach-Rutsche und ersetzt damit die Bestehende, deren Zulassung durch den TÜV in einigen Jahren ausläuft. An der vorhandenen Gebäudehülle findet keine sichtbare Veränderung statt, auf dem Dach und im Inneren wird erneuert: Neue Absorbermatten auf dem Dach, neue Sanitäreinrichtungen mit Warmduschen und neue technische Anlagen (Pumpen, Gebläse, Kompressoren, Elektronik, Analytik, Desinfektion und Verrohrung). Die nostalgischen, jedoch vom Holzwurm befallenen Holzböden und Umkleidekabinen werden nach Vorgaben des Denkmalamtes nachgebaut.

„Die Variante 1 ist das Ergebnis mehrerer Abstimmungsrunden mit den Planern und Schwimmmeistern, sowie einer Besichtigungsrunde in einigen umliegenden Bädern“, berichtet Karl-Heinrich Jung über den Entwicklungsprozess der zweiten Variante. Die Vorgabe „den Charme des Familienbades zu erhalten und die Attraktivität zu steigern“ sei mit dieser Variante, mit vertretbaren Mehrkosten, gelungen.

In Variante 1 soll das Schwimmerbecken zu einem Mehrzweckbecken umgebaut werden, ergänzt um einen Wellnessbereich mit Massage-Düsen, Sprudelliegen, Schwallduschen sowie einem Strömungskanal. Für die Schwimmer sind vier 50-Meter- und drei 25-Meter-Bahnen vorgesehen. Das Nichtschwimmerbecken wird wie in der Variante 0 beschrieben saniert, soll aber zusätzliche Attraktionen für Kinder erhalten – Blubber, Schaukelbucht, Wasserschleier und Wassertunnel. Als zusätzliche Einrichtung ist die vielfach gewünschte Breitwellenrutsche mit getrenntem Landebecken geplant. Außerdem ein zusätzliches Springerbecken mit 1-Meter-Brett sowie 3- und 5-Meter-Plattform. Durch die Erweiterungen der Beckenlandschaft wird der Technik-Anbau ca. 50 m² größer, sonst gibt es am Gebäude keine Änderung gegenüber der Variante 0.

In beiden Varianten wird der komplette Bereich um die Becken, einschließlich der Grünanlage zwischen Gebäude und Gehweg, neu gestaltet. Vor dem Gebäude werden die Fahrradabstell-möglichkeiten erweitert.

Die Meinung der Badbesucher und Bürger ist gefragt

Der Beschluss zur Freibad-Sanierung soll am 28. Juni 2016 in öffentlicher Sitzung im Stadtrat gefasst werden. Zuvor bitten die Stadtwerke um die Meinung der Badbesucher und Bürger. Die Sanierungspläne können ab sofort im Freibad und am Stand der Stadtwerke bei der Emmendinger Leistungsschau am 18. und 19. Juni 2016 besichtigt werden. Teilnahmekarten für Lob, Anregungen und Kritik können vor Ort ausgefüllt werden. Unter allen Teilnehmern verlosen die Stadtwerke wieder drei Freibad-Jahreskarten.